Resilienz aufbauen. Risiken steuern. Lieferketten strategisch absichern.
Ihr persönlicher Lerncoach: Dr. Stephan Hofstetter
Dr. Stephan Hofstetter verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der internationalen Strategie- und Einkaufsberatung. Nach Stationen bei Kearney und als CPO bei HUBER+SUHNER begleitet er heute als Partner bei Kloepfel by EPSA Unternehmen bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Einkaufsorganisationen. Sein Fokus liegt auf globalem Sourcing, resilienten Lieferketten und praxisnahen Trainingsformaten mit unmittelbarer Umsetzungswirkung.
Warum Beschaffungsmarktforschung heute strategischer denn je ist
Spätestens seit Covid, geopolitischen Spannungen, Handelsrestriktionen, hohen Importzöllen und zunehmenden Lieferausfällen ist klar: Beschaffung ist längst kein rein operatives Thema mehr – sie ist ein strategischer Risikofaktor. Unternehmen reagieren darauf mit geografischer Diversifizierung, Second-Source-Strategien, Lokalisierung, Nearshoring und der bewussten Reduktion einseitiger Abhängigkeiten.
Doch genau hier zeigt sich eine zentrale Schwäche vieler Einkaufsorganisationen: Die systematische Beschaffungsmarktforschung (BMF) fehlt – oder bleibt zu oberflächlich.
Statt strukturiert vorzugehen, wird häufig „losgesucht“ – mit unscharfen Lieferantenlisten, wenig Marktverständnis und hohem Risiko für Fehlentscheidungen. Professionelle BMF schafft hier Orientierung: Sie verbindet Kostenlogik, Technologieverständnis, Marktkenntnis und Risikobetrachtung zu einem belastbaren Entscheidungsfundament.
Vom Risiko zur Struktur – der richtige Startpunkt
Gute Beschaffungsmarktforschung beginnt nicht mit Lieferantenlisten, sondern mit den richtigen Fragen – für einen relevanten Business Case und eine resiliente Sourcing-Strategie:
- Welche Kostentreiber bestimmen das Produkt?
- Welche Wertschöpfungstiefe und Rohmaterialien sind relevant?
- Inwieweit sind die Beschaffungsthemen von teuren Werkzeugen oder minimalen Bedarfsgrößen abhängig?
- Welche Länder bieten komparative Vorteile (z. B. bei lohnintensiven Tätigkeiten)?
- Welche Zertifizierungen, Normen und Zulassungen sind zwingend?
- Wo liegen heutige und künftige Absatzmärkte – und was bedeutet das für Local-for-Local oder Global Sourcing?
Gerade unter dem Aspekt der Resilienz geht es nicht nur um den günstigsten Standort, sondern um die richtige Kombination aus Gesamtkosten, Risiko, Qualität, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit. Daraus lassen sich Ziel-Beschaffungsmärkte ableiten – etwa CEE, Nordafrika, Indien, Südostasien, China oder zunehmend auch die USA.
Recherche mit System – statt Zufallstreffer
Im Praxistraining lernen die Teilnehmenden, wie professionelle Beschaffungsmarktforschung strukturiert aufgebaut wird:
- Nutzung globaler Datenbanken und zertifizierter Lieferantenpools
- Aufbau einer Longlist geeigneter Lieferanten – statt vorschneller Shortcuts
- Erstellung strukturierter Lieferantenprofile
- Erste Kontaktaufnahme und Abklärung von Kompetenz, Kapazität und Bereitschaft
- Einsatz von RFI-Fragebögen zur fundierten Vorqualifizierung
Internetplattformen wie „Wer liefert was“ oder Alibaba können ein Einstieg sein – ersetzen aber keine fundierte Marktkenntnis. In vielen Regionen, insbesondere in Indien oder Teilen Asiens, sind lokale Netzwerke und Personen vor Ort entscheidend, um geeignete Lieferanten überhaupt zu identifizieren.
Vor-Ort-Besuche: Der entscheidende Realitätscheck
Ein zentrales Learning aus internationalen Projekten: Internetauftritt und Realität klaffen oft erheblich auseinander.
Vor allem bei komplexeren Beschaffungsthemen sind Besuche vor Ort vor einem RFQ unverzichtbar, unter anderem um zu klären:
- Wie tief ist die tatsächliche Wertschöpfung?
• Wie stabil sind Prozesse, Qualität und Organisation?
• Wie ausgeprägt ist das technische Know-how?
• Wie ernsthaft ist das Interesse an einer langfristigen Partnerschaft?
Gerade in Ländern mit großer geografischer Ausdehnung – etwa Indien – ist die Lieferantenlandschaft fragmentiert. Persönliche Präsenz entscheidet oft darüber, ob ein Lieferant überhaupt bereit ist, ein belastbares Angebot abzugeben.
Beschaffungsmärkte verstehen – nicht nur vergleichen
Professionelle BMF bedeutet, ganze Wertschöpfungs- und Lieferketten zu verstehen – inklusive Logistik, Zöllen, Risiken und „Landed Cost“.
Sektorielle Zertifizierungen (z. B. Automotive, Medtech, Metallbearbeitung, Railway) schränken zwar den Lieferantenkreis ein, erhöhen aber Transparenz und Vergleichbarkeit.
Auch Messen, Branchenverbände und Erkundungsreisen bleiben wichtige Zugänge – insbesondere für neue oder spezialisierte Märkte.
Fazit: Beschaffungsmarktforschung ist Resilienzarbeit: In Zeiten geopolitischer Unsicherheit entscheidet nicht Geschwindigkeit, sondern Systematik.
Professionelle Beschaffungsmarktforschung schafft:
- belastbare Entscheidungsgrundlagen
• robuste Second-Source-Strategien
• langfristige Versorgungssicherheit
Sie ist kein akademisches Konzept – sondern ein zentraler Hebel für einen zukunftsfähigen Einkauf.
Das Training auf einen Blick
- Ableitung strategischer Ziel-Beschaffungsmärkte
• Strukturierte Lieferantenrecherche & Bewertung
• Longlist-/Shortlist-Verfahren & RFI
• Vor-Ort-Scouting & Marktrealitätscheck
• Tools, Templates & Praxisbeispiele
Ihr Nutzen
✅ Höhere Resilienz der Lieferkette
✅ Reduzierte Abhängigkeiten & Risiken
✅ Bessere Lieferantenentscheidungen
✅ Systematik statt Aktionismus
✅ Nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit
Dr. Stephan Hofstetter, Ihr Lerncoach

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