Efe Duran Sarikaya über das Förderjahr 2026, Transformation und verborgene Liquiditätsschätze
CEO Efe Duran Sarikaya spricht über das Förderjahr 2026 und berichtet, wie sich EPSA Deutschland vom klassischen Fördermittelberater zum ganzheitlichen Transformationspartner entwickelt hat. Sein eindringlicher Appell: Erschließen Sie ungenutzte Liquiditätsquellen – sowohl über Fördermittel als auch über verborgene Einsparpotenziale in Einkauf, Logistik und Lieferketten. Denn Transformation kostet.
Welche wichtigen strategischen Entscheidungen habt ihr bei EPSA Deutschland im Management im vergangenen Jahr getroffen, die du als Weichenstellung für die Zukunft siehst?
2025 war für EPSA Deutschland ganz klar ein Transformationsjahr. Die wichtigste Weichenstellung war, dass wir EPSA Deutschland konsequent weiterentwickelt haben: vom klassischen Fördermittelberater hin zu einem ganzheitlichen Partner, der Unternehmen nicht nur beim Abruf von Fördermitteln unterstützt, sondern auch Finanzierungskompetenz und Transformationskompetenz aus einer Hand liefert.
Unsere Kunden haben heute deutlich komplexere Anforderungen. Es geht nicht mehr nur darum, „eine Zulage zu bekommen“. Es geht um Liquidität, Transformation, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit – und das alles unter deutlich härteren Rahmenbedingungen, zum Beispiel durch Basel IV.
Ganz zentral ist dabei unser Anspruch, die Themen intelligent zu verbinden: Zuschüsse, steuerliche Förderung, ESG-Finanzierungen und Energieeffizienzprogramme – von der Innovationsförderung bis zur integrierten Finanzierungsstrategie.
Außerdem investieren wir massiv in Daten, KI und Automatisierung, damit wir Förderpotenziale schneller erkennen, treffsicherer beraten und unsere Qualität skalieren können. Das ist nicht nur ein Projekt – das ist eine Agenda.
Welche Erfolge von EPSA Deutschland waren im Jahr 2025 besonders bemerkenswert?
2025 war für uns ein Jahr, in dem wir so viele Unternehmen wie noch nie zuvor in Förderprogramme gebracht haben – vom Hidden Champion bis hin zum Konzern.
Ein großer Vorteil der EPSA Group ist dabei unsere internationale Schlagkraft. Wir sind über 5.000 Mitarbeitende, davon rund 1.800 in der Fördermittellinie weltweit. Dadurch können wir globale Konzerne am Standort Deutschland genauso professionell begleiten wie wir mit Kolleginnen und Kollegen in Brasilien, Amerika, Spanien oder Frankreich deren internationale Strukturen abdecken.
Gleichzeitig sind wir nahbar genug, um auch Startups mit ein bis zwei Mitarbeitenden pragmatisch und wirkungsvoll zu begleiten.
Besonders stolz bin ich darauf, dass wir bei Innovations-, Energie- und Transformationsprojekten neue Maßstäbe gesetzt haben. Förderung ist für viele Kunden nicht mehr „nice to have“, sondern ein strategischer Ergebnishebel, der Rendite verbessert – und Liquidität ins Unternehmen bringt.
Was sind für Mittelständler und Großunternehmen die wichtigsten Fördermittel im Jahr 2026? Und welche Förderinstrumente zählen immer noch zu den „Hidden Champions“?
Für 2026 sehen wir drei zentrale Fördersäulen für Mittelstand und Großunternehmen: die Forschungszulage (vor allem für KI, Software und Innovation), Energie- und Klimaprogramme wie BEG, EEW oder Klimaschutzverträge sowie Investitions- und Digitalisierungsförderung auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
Zu den „Hidden Champions“ zählen aus unserer Sicht weiterhin die Forschungszulage, Sonderabschreibungen und Investitionsabzugsbeträge. Diese Instrumente sind extrem wirksam, werden aber in vielen Unternehmen noch zu selten genutzt oder falsch eingeordnet.
Die Forschungszulage wird 2026 noch attraktiver: Kannst Du Beispiele aus dem Mittelstand nennen, die sich mittels EPSA Deutschland bereits Millionenbeträge für KI- oder Innovationsprojekte gesichert haben?
Wir haben mehrere Unternehmen begleitet, bei denen wir Millionenbeträge realisieren konnten. Darunter FEINTOOL (Automobilzulieferer), Lecturio (E-Learning), Reifenhäuser (Maschinenbau), Solaredge (Photovoltaik) und MGM Technology (IT-Dienstleistungen).
Die Forschungszulage wird 2026 deutlich attraktiver, weil neue Bestandteile hinzugekommen sind, die es in dieser Form vorher nicht gab. Dazu zählen insbesondere Gemeinkostenpauschalen und die stärkere Berücksichtigung von Prototypen. Dadurch wird bei vielen Unternehmen bei identischem Projekt ein deutlich höheres Fördervolumen möglich.
Mein Rat: Wer KI- und Innovationsprojekte von Anfang an förderfähig strukturiert, hat einen strategischen Vorteil. Fördermittel sind kein „Zufallsergebnis“, sondern Ergebnis einer klaren Architektur.
Der Energiewandel ist teuer – wie kombiniert man am schlauesten Programme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder EEW mit steuerlichen Vorteilen, um den Cashflow massiv zu boosten?
Der größte Hebel entsteht fast immer durch Kombination statt Einzelmaßnahme. Viele Unternehmen beantragen einen einzelnen Zuschuss – und lassen dann steuerliche Hebel wie Abschreibungen, Sonderabschreibungen oder Investitionsprämien liegen.
Wer dagegen BEG oder EEW zusätzlich mit steuerlicher Förderung und ggf. Landesprogrammen kombiniert, kann seine effektive Eigenbelastung oft halbieren und teilweise sogar deutlich stärker reduzieren.
Genau hier setzt EPSA an: Wir bauen nicht nur einen Förderantrag, sondern entwickeln die optimale Förderarchitektur zur jeweiligen Investition und Unternehmenslage.
Viele Unternehmen lassen Förderpotenziale liegen – wie hoch ist der typische „versteckte Schatz“ an nicht genutzten Zuschüssen bei einem mittelständischen Produktionsbetrieb, und wie deckt EPSA dies schnell auf?
In einem typischen mittelständischen Industriebetrieb sprechen wir häufig über mehrere hunderttausend Euro pro Jahr – und je nach Unternehmensgröße und Mitarbeiterzahl auch über mehrere Millionen Euro jährlich, die brachliegen.
Wie wir das schnell aufdecken: durch eine Kombination aus Datenanalyse, KI-gestützten Förderchecks und Experteninterviews. Dadurch wissen wir in wenigen Stunden, welches Geld einem Unternehmen zusteht – und in welchen Programmen.
Dein Ausblick: Warum wird 2026 das „Jahr der Förder-Offensive“ für den deutschen Mittelstand? Und welches ist Dein wichtigster Tipp für Unternehmern, um sofort loszulegen und Fördermittel strategisch sinnvoll zu nutzen?
Dieses Jahr wird aus meiner Sicht das Jahr der Förder-Offensive, weil der Investitionsdruck auf Unternehmen explodiert – gleichzeitig aber auch so viele Mittel bereitstehen wie nie zuvor.
Wir haben aktuell eine sehr kritische Lage: Unternehmen sind verunsichert, Energie- und ESG-Anforderungen steigen, Digitalisierungs- und KI-Druck nimmt zu – zudem haben wir eine Kreditklemme. In diesem Umfeld wird deutlich, dass Förderung ein echter Wettbewerbsvorteil ist.
Mein wichtigster Tipp ist ganz klar: Nicht warten. Förderstrategie muss Chefsache sein. Denn nur wer seine Projekte heute förderfähig strukturiert, verschafft sich massive Liquiditäts- und Wettbewerbsvorteile – und bringt brachliegendes Kapital wieder in Wachstum. Daher sollte jedes Unternehmen neben einem Steuerberater auch einen Fördermittelberater haben, der sowohl Finanzierungskompetenz als auch Transformationskompetenz liefert.
Was motiviert dich persönlich als CEO von EPSA Deutschland aktuell am meisten, und worauf freust du dich besonders in diesem Jahr?
Mich motiviert am meisten, dass wir einen maximalen Impact bei unseren Kunden erzielen können. Unser Anspruch ist: Unternehmen wetterfester und wirtschaftlicher machen – denn in jedem guten Unternehmen steckt ein noch besseres.
Ich freue mich besonders darauf, dass wir 2026 unseren Vorsprung als starker Partner weiter ausbauen – vor allem durch die intelligente Verbindung aus Kloepfel-Kompetenz in Einkauf, Logistik und Lieferketten sowie die EPSA-Expertise bei Fördermitteln, Finanzierungslösungen und Transformation.
Unser Ziel ist klar: Wir wollen führender Partner für Unternehmen sein – in Förderung, Finanzierung, Transformation und Ergebnissicherung. Gerade weil die Herausforderungen so massiv sind, ist unser Beitrag zur Stabilisierung und Erneuerung der Wirtschaft wichtiger denn je.
Redaktion: Christian Fischer
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